PdA Winterthur

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Vermerk: «Referendum Winterthur»

Abgelehnt!

Der Kredit für eine UBS-Arena in Winterthur wurde am 25. November mit 12'939 Ja gegen 16'803 Nein abgelehnt. Das kulturelle Rahmenprogramm wurde mit 10'189 Ja zu 19'212 Nein verworfen.

Pressemitteilung


Informationsblockade in Winterthur: Keine inhaltlichen Infos zum Referendum

Haben die Winterthurer Printmedien das Referendum gegen die UBS-Arena einer Informationsblockade unterworfen? Soweit über das Ergreifen des Referendums überhaupt berichtet wurde, begnügten sich die gewohnt Rathaus-freundlichen Schreiber mit formalen Erwägungen zum Referendum, die inhaltlichen Beweggründe wurden dagegen unterschlagen. Was aber der Gipfel ist: Die Redaktion der führenden Lokalzeitung «Der Landbote» untersagte der Anzeigenleitung des Verlags, bezahlte Online-Werbung für die Referendums-Webseite zu schalten.

Wer ein Referendum ergreift, ist auf Multiplikatoren angewiesen, um potenzielle Unterzeichnerinnen und Unterzeichner erreichen zu können. Insbesondere dann, wenn die Referendumsfrist in die Sommerferien fällt, wie dies beim aktuellen Referendum gegen die UBS-Arena der Fall ist. Da das Vereins- und Kulturleben in dieser Zeit stillsteht, können Kontakte mit Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern fast nur auf der Strasse hergestellt werden. Aufgabe der Medien wäre es, über ein Referendum und die Beweggründe, die dahinter stecken, zu informieren sowie Unterzeichnungswillige über das Dafür und das Dawider ins Bild zu setzen. Wer ein Zeitungsabonnement bezahlt, hätte Anspruch darauf, darüber informiert zu werden.

Als die PdA am 20. Juli in einem Communiqué ihre Gründe für die Unterstützung des Referendums darlegte, informierte keines der Winterthurer Printmedien seine Leser darüber. Im faktischen Monopolblatt «Der Landbote» wurde zwar über die Ergreifung des Referendums berichtet. Man befasste sich aber nur mit formalen Fragen. Über die inhaltlichen Gründe, aus denen das Referendum ergriffen wurde, schwieg sich die Zeitung aus. Einzig der «Tages-Anzeiger» aus Zürich informierte seine Leserinnen und Leser über die Ansicht der Referendäre.

Was macht man, wenn die Redaktion ihrer Informationspflicht nicht nachkommt und man sich gleichwohl Gehör verschaffen will? Man kauft sich Platz im Anzeigenteil. In der Regel ist davon auszugehen, dass redaktioneller und Anzeigenteil voneinander unabhängig funktionieren. Die PdA buchte daher Banner-Werbung auf www.landbote.ch, um auf ihre Informationsseiten zum Referendum (eurowinti.pda.ch) aufmerksam zu machen. Das folgende Banner wurde beim Pächter des Anzeigenteils des «Landboten» mit dem Auftrag übergeben:

In einem bestimmten Intervall hätte das Banner gemäss dem entgegengenommenen Auftrag auf der Landbote-Homepage erscheinen müssen und wäre durch einen Link mit den Infoseiten zum Referendum verbunden gewesen. Aus dem Auftrag wurde aber nichts. Bereits am darauffolgenden Tag sah sich der Pächter gezwungen, der PdA folgende Mitteilung zu machen: